100% Frau

Gerne möchte ich etwas mit und für Frauen tun. Wir sollen wach und stolz sein, völlig verbunden mit unserer weiblichen Seite und ohne ein krampfartiges Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung, einfach Frau sein – pur.
Nach kurzer Vorbereitung nahm mein erster Workshop ‘100% Frau’ klare Formen an. Alle Ideen und Gedanken die schon eine Zeitlang warteten, flossen reibungslos hinein. Mit einer begeisterten Gruppe von Frauen war ich am Pfingstwochenende 2010 auf Oasis in Kalmthout (B), dem Stiftungshaus von Mellie Uyldert, wo wir den Alltag hinter uns lassen konnten.
Das Programm gestaltete sich so, das jede von uns ihre einst weggedrückten Themen ungezwungen und natürlich wieder aufgreifen konnte. Jede Frau legte auf ihre persönliche Art und Weise erneut Kontakt mit ihrem wahren Frau-sein.

Das männliche Denken ist in Raum und Zeit strukturiert, es greift Probleme direkt an und agiert mit sofortigen Maßnahmen.

Das weibliche Denken ist zeitlos und ermöglicht dadurch Freiraum, daß sich Dinge, die vorher im Äther empfangen wurden, frei entfalten können. Anscheinend können diese beiden Denkarten nicht zusammen arbeiten, aber dem ist ganz und gar nicht so. Wir müssen nur den Weg wieder finden, diese Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Zu viele Systeme

Wir können Zeit und Raum nicht wegdenken. Wir können uns dem sehr wohl eine Weile entziehen, aber nach einiger Zeit kommen sie erneut in unser Bewusstsein, z.B. wenn wir Hunger oder Durst bekommen.

Aber um lediglich in Zeit und Raum zu verkehren, hat der Menschheit noch nie viel Gutes gebracht. Zu viele Systeme, die immer weiter durchstrukturiert werden; zu gegebener Zeit stürzen alle zusammen, weil sie die natürliche Elastizität verlieren.

Die weibliche und männliche Seite

Eine gute Übung, sich der eigenen weiblichen und männlichen Seite bewusst zu werden ist Brot zu backen. Das Besorgen der Zutaten und das Vorbereiten ist sehr männlich. Ich nenne das gerne den organisatorischen Rahmen festlegen.

Dann aber müssen wir eine kleine Hürde nehmen. Nachdem sich alle Zutaten in der Schüssel befinden, muss das männliche Denken dem weiblichen Platz machen. Es hat seinen Teil getan, muss loslassen und vertrauen, mit einer inneren Sicherheit, dass alles gut wird.

Jetzt übernimmt unser weibliches Denken den weiteren Verlauf. Wir kneten den Teig mit unseren Händen und der Energie die daraus strömt und mengen, verbinden alle Zutaten miteinander. Obwohl dies eine äußerst gefühlvolle Handlung ist, benötigen wir doch starke körperliche Kräfte dafür, die unserer weiblichen Seite absolut zur Verfügung stehen.

Anschließend kommt eine Pause, die einem Vertrauensakt in den Himmel gleicht. Wir decken den soeben gekneteten Teig zu und stellen ihn an einen ruhigen, warmen Ort, an dem er gehen kann.
Was jetzt genau geschieht, können wir nicht direkt wahrnehmen, wissen jedoch dass es äußerst wichtig ist. Der weitere Vorgang kann nur stattfinden, wenn wir diesen Prozess in Ruhe lassen und ihm Zeit geben.

Und das ist der wohl meist weiblichste Aspekt von allen: wissen um was es geht und sich darüber im Klaren sein, dass nur im vertrauensvollen Loslassen der nächste Schritt zustande kommen kann.

Der weibliche Arbeitsschritt wird zwei Mal wiederholt, wir kneten zwei Mal und lassen den Teig zwei Mal gehen; die Ziffer 2 ist weiblich. Unser Teig kommt dann in der Backform und in den Ofen. Er bekommt seine Feuertaufe. Feuer ist das Element, das unsere Willenskraft, unsere Lebenskraft symbolisiert. Feuer sorgt dafür, dass unser Brot gebacken wird, das es vervollständigt wird. Wir fühlen, riechen, sehen es und etwas in uns ruft ‘fertig’. Nachdem unser Brot abgekühlt ist, verbinden wir uns durch es zu verzehren, mit unserer neuen Schöpfung.

Das Zusammenspiel

Wenn wir bedenken, daß alles was zustande kommt, jede Handlung durch das Zusammenspiel von männlicher und weiblicher Kraft erfolgt, können wir ganz deutlich erkennen, dass beide absolut gleichwertig und gleich wichtig sind. Sie haben beide ihren bestimmten Platz im Schöpfungsakt. Das Eine kann nicht ohne das Andere. Und ohne ein harmonisches Zusammenspiel von Beiden, kann auch keine Harmonie entstehen, so sehr wir das auch beabsichtigen.

Deine weiblichen Seite

Räumen wir der weiblichen Seite keinen Platz ein, dann unterbrechen wir den Gärungsprozess des ‘Teiges’. Und wer diesen Fehler einmal gemacht hat, der weiß das er irreparabel ist und das Resultat enttäuschend wird. .

Eine zu starke Verbundenheit mit der weiblichen Seite gibt es nicht.

Menschen die sich damit zu stark verbunden fühlen und glauben dadurch zu keiner aktiven Handlung mehr übergehen zu können, stehen absolut nicht mit ihrer weiblichen Seite in Verbindung. Diese haben sie für Angst und Unsicherheit eingetauscht. Und Angst ist weder weiblich noch männlich.

Angst ist ein Überlebensprogramm, ein Programm, das bereit steht, uns zu schützen indem es in Stressmomenten unser Bewusstsein übernimmt. Angst und Liebe können nicht im gleichen Moment existieren! Um von der Angst weg zu kommen, müssen wir uns für die Liebe entscheiden und das bedeutet, wir müssen vertrauen und uns wieder auf unsere weibliche Seite verlassen.

Frau-sein gibt Kraft

Weil ich eine Frau bin, tendiere ich natürlich mehr zu dieser Seite, schließlich habe ich mich für dieses Geschlecht entschieden. Und je mehr ich das tue, desto besser und stärker fühle ich mich.
Wenn du dich erneut deinem wahren Frau-sein öffnest, in welcher Form dann auch, wirst du sehr viel Annehmlichkeiten und Leichtigkeit erfahren.

Du wirst konstant neue Dinge in dir  entdecken, obwohl so neu sind sie ja nicht gerade, es ist mehr ein Zurückfinden von verloren geglaubten Eigenschaften. Diese kannst du wieder integrieren und dich voll und pur erleben.

Während der Vorbereitung und des Umsetzens meines Frauenworkshops fühlte ich mich begleitet und geführt und war bei einem Projekt noch nie so entspannen. Alles ging wie von selbst, die Puzzelstücke fielen mühelos ineinander. Ich brauchte lediglich dem Strom zu folgen.

Das wahre Frau-sein in uns wecken, darum ging und geht es mir. Jeder erlebte während des Workshops, zu exakt seinem Zeitpunkt, das Erwachen seiner wahren Position als Frau. Durch die Gruppe entsteht ein sehr beschützendes und harmonisches Feld, in dem sich jeder geborgen fühlt und je mehr ich die Teilnehmerinnen beobachte, desto gerührter bin ich.

Wir können so viele Dinge in unserem Leben lösen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit mehr auf das wahre Frau-sein richten. Und nein, es bedeutet ganz und gar nicht, die Hände in den Schoss zu legen und abzuwarten, denn zuerst müssen wir kräftig kneten !

Ich habe meinen ersten Workshop sehr genossen, diesem sind viele gefolgt und ich haben noch immer große Freude daran. Das Band mit meinen weiblichen Ahninnen hat sich geklärt und verstärkt. Und ich bin ihnen allen sehr dankbar für die Mühe und die Entbehrungen, die sie auf sich genommen haben, um den irdischen Teig so zu kneten, daß ich heute tun kann, was mir so gefällt und was mich erfüllt.

Herzlich lade ich dich zu diesem Workshop ein!

Nächster Workshop:   Frühling April 2021

Workshop Ich bin Frau

 

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